Busfahren

Auch Bus- und Bahnfahren will gelernt sein.

 

© ADAC

Klar, sagen Sie, ist Bus fahren sicher. Das stimmt auch. Aber für Kinder stimmt das nur, wenn wir ihnen das richtige Verhalten beim Busfahren beibringen. Nur sieben Prozent der Schulwegunfälle passieren im Zusammenhang mit der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch diese müssten nicht sein. Besonders gefährlich ist das Überqueren der Straße vom und zum Bus, das Warten an der Haltestelle sowie das Ein- und Aussteigen.

 

 

So fahren Kinder sicher.

  • Für den Weg zur Haltestelle sollte genügend Zeit eingeplant werden, um den sichersten Weg (z.B. Ampel, Zebrastreifen, etc.) gehen zu können. Sollte es zeitlich doch einmal knapp werden, ist es besser, den nächsten Bus zu nehmen, als mit dem Krankenwagen abtransportiert zu werden. Sicherheit ist wichtiger als Pünktlichkeit!
  • An der Haltestelle sollte nicht getobt werden. Kinder sind bei abruptem Ausweichen auf die Straße besonders gefährdet.
  • Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Bus an die Haltestelle heranfährt. Dabei schert der Bus mit der vorderen Fahrzeugkante aus und kann leicht ein Kind mitreißen. Aus diesem Grund sollte ein Meter Abstand zum Bordstein eingehalten werden!
  • Beim Einstieg in den Bus ist Rücksicht geboten, denn drängeln, schubsen und stoßen kann Stürze verursachen.
    Im Bus sollte jeder einen Sitzplatz aufsuchen und sich setzten, damit beim Bremsen niemand nach vorne geschleudert werden kann.
  • Damit genügend Sitzplätze frei sind, sollen Schulranzen nicht auf den Sitzplätzen abgelegt werden. Am besten Ihr stellt sie vor euch auf den Boden.
  • Taschen sollten nicht im Gang liegen bleiben, da andere Fahrgäste sonst darüber stolpern und die Taschen beim Bremsen zu gefährlichen Wurfgeschossen werden.
  • Wenn keine Sitzplätze frei sind, muss man sich festhalten.
  • Geduld beim Aussteigen: Nicht mit anderen Fußgängern oder Radfahrern zusammenstoßen!
  • Nach dem Aussteigen sollte die Straße nicht vor dem Bus überquert werden. Kleine Kinder können dabei leicht vom Fahrer übersehen werden. Daher

An Haltestellen gilt Schritttempo für Autofahrer

Zur besonderen Vorsicht sind Autofahrer aufgerufen, die sich einer Haltestelle nähern. Fußgänger können plötzlich hinter einem Bus hervortreten und die Fahrbahn queren. Als besonders kritische Haltestellen gelten Haltepunkte im Bereich von Kindergärten, Schulen, Altenheimen, Krankenhäusern, Fußgängerzonen, verkehrsberuhigten Bereichen und Sportanlagen.

  • Nähert sich der Bus einer Haltestelle mit Warnblinkanlage, darf nicht mehr überholt werden
  • Die Vorbeifahrt an einem haltenden Bus mit Warnblinkanlage ist nur bei Schritttempo (4 bis 7 km/h) zugelassen.
  • Der Abstand bei der Vorbeifahrt muss eine Gefährdung der Fahrgäste ausschließen.
  • Der Gegenverkehr muss ebenfalls mit Schrittgeschwindigkeit passieren. Lediglich wenn Mittelstreifen oder Leitplanke die Fahrbahnen trennen, kann die zugelassene Geschwindigkeit beibehalten werden.
  • Beim Einreihen in den fließenden Verkehr hat der Bus immer Vorrang.